Korff und seine Herde bringen die Scorpions zu Fall

Wer hätte das für möglich gehalten? Wenige Wochen nach der höchsten Saisonniederlage bei den Hannover Scorpions schlugen die Heidschnucken daheim zurück und revanchierten sich mit einer kämpferischen Glanzleistung vor über 1400 Zuschauern.

Mit 5:2 (1:0,2:1,2:1) musste sich der bisherige Tabellenführer im heißesten Kühlhaus des Nordens geschlagen geben.
Nach gutem Beginn des AEC und einer ungenutzten Konterchance von Phil Hungerecker in den ersten Minuten, übernahm der deutsche Meister von 2010 wenig überraschend immer stärker das Ruder. Doch die spielerisch überlegenen Hannoveraner, allen voran Topscorer Sven Gerbig, wurden immer wieder von einem überragenden Dennis Korff im AEC-Kasten gestoppt. Zwei Strafzeiten machten die Situation für die Gastgeber nicht einfacher, aber mit unbändigem Kampfeswillen und ein wenig Glück überstand der AEC auch diese Druckphasen der Gäste. Dann die 19. Spielminute: Ex-Heidschnucke Robin Ringe muss für zwei Minuten in die Kühlbox und Sascha Fitzner´s Schuss findet den Weg, durch den dichten Verkehr und an Gästekeeper Englbrecht ins Tor, zur Führung für den AEC. Pausentee.

Die Reaktion, die man von den hoch gehandelten Hannoveraner erwartete, kam nicht. Stattdessen legte der AEC durch Leif Buckup nach (24.) und schickte die Scorpions auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Denn auch auch nach dem Anschlusstreffer von Gerbig, welcher einen Rebound verwerten konnte, brachte den Scorpions keine Sicherheit. Vielmehr schien sich der Gedanke der unerwarteten Niederlage in den Köpfen der Gästespieler festzusetzen und sich auf ihr Spiel auf dem Eis zu übertragen. So kam der AEC immer mal wieder zu Chancen. In der 38. Minute scheiterte zunächst AEC-Ikone Denny Böttger an Keeper Englbrecht doch Markus Kankaanranta hatte wenig Mühe den Nachschuss zum 3:1 zu verwerten. Party in Adendorf und letzter Pausentee.

Die Sensation also zum Greifen und mit noch zwanzig Minuten auf der Uhr ging es ins Schlussdrittel. AEC-Topscorer Markus Kankaanranta sorgte sogleich für einen Paukenschlag, als er ein schönes Solo zum 4:1 abschloss und dem jetzt sichtbar angeschlagenen Gegner, eine weiter Denksportaufgabe zur Lösung vorlegte. Doch die Gastgeber, nur mit zwölf Feldspielern angetreten, mussten nun zusehends dem eigenen Einsatz Tribut zollen. So konnte Ex-Nationalspieler Morczinietz eine Unachtsamkeit zu einem Unterzahltor nutzen und damit die lang erwartete Schlussoffensive der Scorpions einleiteten (46). Es folgte die Zeit des Dennis Korff und die des Daumendrückens. Adendorfs Schlussmann brachte bei jedem der immer verzweifelter vorgetragenen Angriffe der Gäste, immer irgendwie Kelle, Blocker oder Schoner zwischen Puck und AEC-Tor und hielt seine völlig ausgepumpten Vorderleute im Spiel. Hannover versuchte alles, aber als dann Goalie Englbrecht für den sechsten Feldspieler vom Eis ging, konnte Leon Zawadzki für den AEC per Fernschuss zum 5:2 Endstand treffen. Der Rest war Jubel.



Adendorfer EC – Hannover Scorpions 5:2 (1:0,2:1,2:1)

Tore: 1:0 (18:51) Fitzner PP (Böttger, Kankaanranta), 2:0 (23:25) Buckup (Kankaanranta, Hungerecker), 2:1 (29:14) Gerbig, 3:1 (37:25) Kankaanranta (Böttger, Buckup), 4:1 (42:08) Kankaanranta (Alexander), 4:2 (45:23) Morczinietz SH, 5:2 (59:12) Zawadzki EN (Böttger, Korff)

Zuschauer: 1478

Schiedsrichter: Iwert

Strafen: AEC 8 – HSC 6

 

Christian Schult für adendorfer-ec.com

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