Piranhas spielen ihre Routine aus

Keine Bescherung für den AEC am zweiten Weihnachtsfeiertag. Mit 4:7 (1:3,0:2,3:2) musste man sich dem Tabellenzweiten von der Ostsee verdient geschlagen geben. Dabei hatte es doch so gut angefangen …Die ersten Spielminuten gehörten dem AEC und eine schöne Kombination endete auf Dennis Szygulas Schläger und prompt schlug es hinter Gästekeeper John ein (6.).
 

Doch die Gäste antworteten: Schmidt durfte allzu frei im Slot die Scheibe kontrollieren und bezwang Dennis Korff mit einem platzierten Handgelenkschuss zum Ausgleich (11.). Doch der AEC ließ sich davon nicht beeindrucken und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten die aber leider ungenutzt blieben. Es kam wie es kommen musste. Einer der besten Konterspieler der Liga, Rostocks Petr Sulcik, tankte sich irgendwie an Schrotty Schneider vorbei und schoss dem verdutzen Dennis Korff die Scheibe an den Rücken, von wo sie hinter die Linie trudelte. Kurz darauf Powerplay für die Gäste und nur Sekunden später das 1:3, weil man Topverteidiger Blank am langen Pfosten vergessen hatte. Die Heidschnucken wurden für die eigene Ineffektivität vor dem Tor bitter bestraft, während die routinierten Piranhas aus wenigen Chancen maximalen Ertrag einfuhren.

Im Mitteldrittel verlegte sich der Gast dann zumeist auf sein schnelles Umschaltspiel und hatte damit auch wieder Erfolg als Zib aus kürzester Distanz den Puck ins Tor stocherte. Als dann nur wenig später im Powerplay das 1:5 fiel, schien der weitere Spielfilm des Abends vorhersehbar. Dem AEC fehlte oftmals einfach das Scheibenglück, doch die Gäste spielten auch aus einer gut stehenden Abwehr heraus. So war es dann schon ein wenig verwunderlich als in der 46. Spielminute Jörn Schmidt seinen ersten Saisonpunkt feiern durfte als seine Hereingabe vom verdutzen Gästekeeper ins eigene Tor gelenkt wurde. Hoffnung bestand also wieder, insbesondere nachdem die Rostocker mit einem Penalty an Korff scheiterten. Doch nur kurz, weil Rabbani ungestört einen Rebound verwerten durfte. Damit war das Spiel dann endgültig für die Heidschnucken gelaufen, obwohl der blass gebliebene Topscorer Markus Kankaanranta noch zweimal verkürzen konnte, bei einem Gegentreffer der Gäste.

Am kommenden Sonntag wird sich der AEC in diesem Kalenderjahr zum letzten mal in Nordhorn den Rittern zum Duell stellen. Beim Tabellenletzten dürfte dann auch wieder ein Dreier drin sein, wobei diese mit einer knappen Overtimeniederlage bei den Indians am Pferdeturm ein kleines Lebenszeichen an die Liga schickten.

Christian Schult für www.adendorfer-ec.com

 

Adendorfer EC – Rostocker EC 4:7 (1:3,0:2,3:2)

Tore: 1:0 (05:29) Szygula (Böttger), 1:1 (11:41) Schmidt, 1:2 (17:32) Sulcik, 1:3 (18:24) Blank (PP), 1:4 (32:37) Zib , 1:5 (33:02) Stramkowski (PP, 2:5 (45:44) Schmidt (Zawadzki, Paulick), 2:6 (48:31) Rabbani, 3:6 (50:56) Kankaanranta (Zawadzki, Buckup), 3:7 (57:48) Stratmann, 4:7 (59:27) Kankaanranta (Wikström, Buckup)

Zuschauer: 646

Schiedsrichter: Korb

Strafen: 6 – 8

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