Der Platz an der Sonne

Der AEC hat es geschafft: Das Team von Coach Dieter Kinzel holte sich am vergangenen Freitag die Tabellenführung und wies zudem die Salzgitter Icefighters, mit 10:2, eindrucksvoll in die Schranken.

Beim AEC gaben Pawel Kuszka und Jacek Piechutta nach längeren Verletzungen ihr Comeback und sorgten dafür das Dieter Kinzel wieder volle vier Reihen zur Verfügung hatte. Lediglich Kapitän Vadim Kulabuchov fehlte wegen seiner Sperre aus dem Sonntagsspiel bei den Icefighters. Doch zunächst mussten sich die Heidschnucken, wie auch die Zuschauer in Geduld üben. Salzgitter stand im Stau und kam erst kurz nach 20 Uhr in Adendorf an. So zeigte die Uhr 20:53, als das erste Bully gespielt werden konnte.

Bereits nach wenigen Sekunden hatte Denny Böttger die erste Möglichkeit auf dem Schläger, aber die tschechische Nationalkeeperin Radka Lhotska fand zunächst noch die bessere Antwort. Die ersten fünf Spielminuten gehörten zumindest ganz allein dem AEC – Salzgitter fand nicht statt, war wohl noch gedanklich im Bus. Folgerichtig fiel in der 3. Minute das 1:0 durch Christian Behrens. Allerdings müssen sich die Gastgeber vorwerfen lassen, aus der drückenden Überlegenheit des ersten Spielabschnitts, keine deutlichere Führung herausgeschossen zu haben. Lediglich Patrick Folkert gelang es nach knapp zehn Minuten die Führung auszubauen. Pausentee.

Die Richtung im zweiten Drittel war weiter klar vorgegeben: das Gästetor. Schrotty Schneider testete ungewollt die Standfestigkeit des Gehäuses mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse, an die Unterkante der Latte. Das Tor blieb stehen, der Puck sprang nicht ins Netz. So brauchte es eine angezeigte Strafe für die Gäste und somit einen Mann mehr auf dem Eis, sowie einen Youngster der sich ein Herz nahm und traf. Max Daum mit seinem ersten Saisontor und seinem zweiten Tor für den AEC überhaupt, brach das Eis im zweiten Durchgang. Doch nur wenig später gab es eine Schrecksekunde auf dem Eis. Julian Laudan wurde von einem abgerutschten Schussversuch eines Mitspielers am Kopf getroffen, konnte aber nach dem ersten Schock alleine vom Eis fahren. Die Platzwunde musste mit zwei Stichen genäht werden – gute Besserung von dieser Stelle! Nach dieser ungewollten Verletzungspause zeigten sich nun beide Team ein wenig unkonzentriert. Zunächst gelang es Matthias Hofmann dies bei den Gästen zu nutzen und stocherte den Puck über die Linie, dann netzte Benny Garbe per Bauerntrick sogar zum 5:0 ein. Auszeit Gäste. Ok, was soll da noch passieren? Die Icefighters hatten sich bis dahin nicht einmal gefährlich ins gegnerische Drittel kombinieren können und lagen eigentlich aussichtslos hinten. Kevin Hoffmann strafte alle Lügen. Der 21jährige Stürmer der Stahlstädter legte ein tolles Solo durch die AEC-Hintermannschaft hin und klinkte die Scheibe in den Winkel zum Anschlusstreffer ein. Nur eine Minute später laden die Heidschnucken die Gäste zu einem Konter ein. Ron Friedrich sagte artig „Danke“ und traf zum 5:2. Sollte die Partie tatsächlich noch einmal spannend werden? Bereits vergangenen Sonntag hatten die Icefighters im Mitteldrittel viermal binnen zehn Minuten getroffen, jetzt wieder? Nein sollten sie nicht! Der AEC beruhigte das eigene Spiel jetzt ein wenig, auf Kosten des Angriffswirbels und brachte die Drei-Tore-Führung sicher in die Pause.

Nachdem es kurz vor und nach der zweiten Pausensirene zum gegenseitigen Austausch von Nettigkeiten gekommen war, spielte der AEC zunächst in Unterzahl. Im Klartext bedeutete dass die Heidschnucken meist doch die Scheibe hatten und Salzgitter kein konstruktives Powerplay aufgebaut bekam. Nach Ablauf der Strafe verstärkte der Gastgeber wieder seine Präsenz vor Lhotska und wurde, gegen müder werdende Icefighters belohnt. So fand ein Schuss von Hendrik Alexander sein Ziel und erstickte jegliche Hoffnungen der Gäste, auf ein Comeback, im Keim. Szygula, Folkert und Böttger in Unterzahl schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Patrick „Laser“ Folkert gelang dann auch noch das Zehnte kurz vor Schluss der Partie, zum, auch in dieser Höhe, verdienten Endstand.

Für den AEC geht es dann am Sonntag weiter bei den United North Stars in Langenhagen. Mit dem nächsten Sieg gegen den Tabellenvierten will man dann die frischerlangte Tabellenführung verteidigen.

Christian Schult für www.adendorfer-ec.com

 

Adendorfer EC – TAG Salzgitter Icefighters 10:2 (2:0, 3:2, 5:0)

Tore:

(02:20) 1:0 Behrens (Garbe, Folkert)

(09:54) 2:0 Folkert (Garbe, Behrens)

(27:20) 3:0 Daum (Folkert, 6-5)

(30:53) 4:0 Hofmann (Raabe)

(31:54) 5:0 Garbe (Kiviranta, Kuszka)

(32:44) 5:1 Hoffmann

(33:44) 5:2 Friedrich (Blankschyn)

(44:00) 6:2 Alexander (Buckup)

(47:41) 7:2 Szygula (Böttger, Buckup)

(48:49) 8:2 Folkert (Behrens, Engel)

(50:56) 9:2 Böttger (Szygula, Schneider, 4-5SH)

(57:07) 10:2 Folkert (Schneider, Hofmann)

 

Für den AEC auf dem Eis:  Hein – Alexander, Lorenz, Krützfeldt, Daum, Radermacher, Schneider – Kiviranta, Behrens, Folkert, Böttger, Engel, Raabe, Laudan, Garbe, Buckup, Kuszka, Piechutta, Hofmann, Szygula

Zuschauer: 774

Schiedsrichter: Gavrilas (Rickhoff, Stach)

Strafen: AEC 16 / TAG 4

PP: AEC 0/1 – TAG 0/7

Milestones:

Benjamin Garbe – 100er Punkt für den AEC

Jacek Piechutta – 100tes Spiel für den AEC

Markus Krützfeldt – 150tes Spiel für den AEC

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