Es gibt noch viel zu tun

Der Adendorfer EC hat das letzte Vorbereitungsspiel gegen Ligakonkurrent HSV verdient mit 4:2 gewonnen. Allerdings sahen die Zuschauer auch ein Team das noch viel Luft nach oben hat.

Gegen stürmische Gäste hatte der AEC zu Beginn Glück. David Rutkowski zog bei freier Sicht für Gästekeeper Günther einfach mal ab und die Scheibe rutschte dem verdutzten Goalie durch die Hosenträger zum 1:0. Doch die Heidschnucken verdienten sich in der Folge diese Führung und konnten durch Patrick Folkert, nach schönem Pass von Matthias Oertel nachlegen. Der Gastgeber versäumte es allerdings in der Folge seine Chancen zu nutzen und das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, denn beim HSV lief zunächst nicht viel konstruktiv zusammen.

Das änderte sich im Mitteldrittel. Der HSV kam deutlich verbessert aus der Kabine und profitierte zudem von den Strafzeiten welche gegen den den AEC ausgesprochen wurden. Doch der Anschlusstreffer fiel dann in Unterzahl durch einen schnellen Konter, welcher von Stüven erfolgreich genutzt wurde. Doch nur 14 Sekunden später bediente Matthias Oertel Sturmpartner Marlon Czernohous und der alte Abstand war wieder hergestellt. Bis zur Pause verbrachte der AEC dann meist nur in Unterzahl, konnte die Führung in die Pause retten.

Im Schlussabschnitt ging spielerisch an die Gäste, auch weil bei den Heidschnucken nach rund 2 Wochen auf dem Eis, die Laufwege der Nebenleute noch suchen. So war es ein Aussetzer der HSV-Defensive, der Kapitän Vadim Kulabuchov das 4:1 servierte. Der HSV stemmte sich, wie schon das ganze Spiel, sehr körperbetont gegen die Niederlage und kam nur kurz darauf durch einen verdeckten Schuss zum erneuten Anschluss. Wenig später der negative Höhepunkt der Partie. Philip Hein hält in seinem Torraum einen Puck fest und wird von einem einbremsenden HSV-Stürmer „eingeschneit“. Markus Krützfeldt greift sich den Bösewicht und es kommt zu einer kurzen Rangelei bei der beide zu Boden gehen. Ein zweiter HSV-Spieler hat sich ebenfalls auf „Mopsi“ geworfen und wird von Philip Hein von ihm heruntergezogen. Da er dabei noch seine Torwartkelle in der Hand hielt, legte dies Schiri Meier offensichtlich als „Schlag mit der Stockhand aus“. Philip Hein erhielt eine Matchstrafe, was bedeutet, dass er dem AEC im normalen Ligabetrieb mindestens 4 Spiele fehlen wird. Erinnerungen werden wach an die letzte Saison, an die Partie gegen die Reserve des HSV, als man Robin Radermacher wegen eines angeblich angedeuteten Kopfstoßes eine lächerliche Matchstrafe bekam und anschließend für das Saisonfinale gesperrt war. Somit dürfte auch klar sein, dass die allseits beliebte Schiedsrichterdiskussion auch in diesem Jahr fortgeführt wird.

Anschließend sei zum Spiel erwähnt, dass es beim 4:2 blieb. Der Tenor vieler Fans ist aber klar: Es gibt noch viel zu tun, insbesondere in der Offensive, welche sich noch recht unrund präsentierte.

Am kommenden Samstag startet dann der AEC mit einem Auswärtsspiel bei den Weserstars in die Punktspiele. Bully ist um 19:30 im Paradice in Bremen

 

Adendorfer EC – Hamburger SV 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Tore:

(02:18) 1:0 Rutkowski (Szygula, Zawadzki)

(11:05) 2:0 Folkert (Oertel)

(27:59) 2:1 Stüven (4-5SH)

(28:13) 3:1 Czernohous (Oertel)

(49:56) 4:1 Kulabuchov (Garbe)

(52:38) 4:2 Busche (Richter, Stüven)

Für den AEC auf dem Eis:  Bierzahn 1.- 30. Minute und ab 56., Hein ab Minute 30 bis 56 – Alexander, Zawadzki, Krützfeldt, Richardt, Schulz – Böttger, Garbe, Dubbe, Kulabuchov, Szygula, Czernohous, Oertel, Hofmann, Folkert, Rutkowski.

Zuschauer: 488

Schiedsrichter: Meier (Laudan, Weise)

Strafen: AEC 14 + 5 Min. Matchstrafe für Philip Hein (57.) wegen Stockschlags / HSV 14

PP: AEC 0/4 – HSV 0/6


 


 


 

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