Vom Eis an die Bande – neuer Trainer für den AEC

Wenn man in Spielerdatenbanken den Eishockey Lebenslauf eines aktiven Spielers ausdruckt bekommt man zumeist nur eine DinA4 Seite aus dem Drucker. Anders beim neuen Trainer des Adendorfer EC, bei dem für diesen Bericht ganze vier Seiten ausgedruckt werden mussten.

 

1990 startet sein Lebenslauf als aktiver Eishockeyspieler im Herrenbereich in der Datenbank von rodidb.de und wer weiß was noch alles dazu kommen würde, wenn damals schon alles digital erfasst wurden wäre. 920 Eishockeyspiele von der Verbandsliga bis hin in die Bundesliga hat der heute 46-jähriger Verteidiger, der immer noch aktiv auf dem Eis steht, laut der Datenbank absolviert und ist in dieser Zeit lediglich für vier Teams aufgelaufen.

Die Rede ist natürlich von AEC Verteidiger Marcus Krützfeld, der ab sofort als Cheftrainer bei den Heidschnucken fungieren wird. Bereits im Sommer gab es zwischen Krützfeldt und AEC Geschäftsführer Finn Sonntag erste Gespräche wie irgendwann eine Nachfolge von Dieter Kinzel aussehen könnte. Dieter Kinzel wusste da bereits von diesem Gespräch, da er nach seiner damaligen Einschätzung nicht mehr ewig Trainer sein würde und man sich immer Gedanken über die Zukunft machen müsse. Dass es jetzt schneller als erwartet ging überraschte die Verantwortlichen und Marcus Krützfeldt, jedoch war ihm nach einem ersten Anruf am vergangenen Samstag von Finn Sonntag schnell klar: „darauf habe ich Bock“. Für Sonntag war es immer Krützfeldt, der das Team irgendwann nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn leiten sollte. „Es fühlt sich gut an, wenn ein Wunschkandidat sofort zusagt.“

Bereits am Sonntagabend gab es das erste und bereits finale Treffen zwischen Krützfeldt und Sonntag. Schnell wurden Einzelheiten abgeklärt und anstehende Änderungen bei der Taktik, der Reihenzusammenstellung, oder auch dem Teamspirit besprochen. „Wir werden einiges ändern, ich habe mir da auch schon meine Gedanken gemacht“, so der neue AEC Coach, der einiges bereits zum Pokalkracher gegen Berlin am kommenden Freitag umsetzen möchte.

Die Frage wer die Marcus Krützfeldt Lücke auf dem Eis schließen soll ist ebenso schnell beantwortet wie die Trainerfrage: er selbst. Sofort aufhören zu spielen kann Krützfeldt nicht, aber von der Trainerbank hat man natürlich auch eine bessere Übersicht vom Spiel als selbst vom Eis aus. So wird Adendorfs neuer Chef an der Bande von Spiel zu Spiel, abhängig auch vom Gegner und den eigenen Ausfällen, selbst entscheiden ob er spielt oder an der Bank steht. Ihm mit Rat und Tat zur Seite steht dann immer Falko Kucharek mit dem Marcus Krützfeldt ein starkes Trainerteam bilden wird.

 

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